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5 Kommentare zu “Blogger Relations: Schnee von gestern oder Herausforderung von morgen?

  1. Liebe Marie-Christine. Danke für die bisher differenzierteste Aufarbeitung des Themas ( ein gutes Fazit zog auch @boumi https://medium.com/@boumi/blogger-relations-abf98988e862)

    3 Dinge zur Ergänzung: Dass ich Bloggern vorwarf, nichts über die App geschrieben zu haben, stimmt nur halb. Beziehungsweise ich hab da gar nichts Anderes erwartet, dass darüber geschrieben wird. Das Kalkül der PR-Strategie war erfolgreich aufgegangen: Man verschaffte sich die Öffentlichkeitsarbeit schon während des Anlasses, Blogbeiträge waren in dem Sinne gar nicht mehr nötig. Wieso auch? Man hat ja nur das Design der App zu sehen bekommen und das neue Konzept.
    Dein Satz unterstreicht das schön: „Unternehmen tun darum im Umgang mit Bloggern gut daran, sie nicht nur als Multiplikatoren sondern als wertvolle Gesprächspartner für Feedback und die weiter Entwicklung von Ideen aufzubauen“ Die Reichweite wurde geschaffen, die Neugier bei den Anderen auf Twitter geweckt. Perfekt also…Mehr gab es nicht darüber zu schreiben. Deswegen mein Appell: Sei Dir dessen bewusst. Nicht mehr und nicht weniger.

    Zu der persönlichen Öffentlichkeit, das sehe ich entschieden anders. Dass dies aufgelöst wird (persönlich und öffentlich-öffentlich) wissen wir spätestens seit #Selfiegate und dem #Kristallnachttweet. Eine private Followercommunity gibt es nicht auf öffentlichen Plattformen wie Twitter. Was gesellschaftlich relevant ist, bestimmen nicht mehr die Massenmedien. Und so kann ein simpler PR-Anlass wenn er hinausgetragen wird in die sozialen Medien bei genügend RTs und Erwähnungen von einigen Leuten als relevant erachtet werden. Je nachdem auch welche Inhalte geteilt werden (und was genau vorgefallen ist). Bei einer kritischen Masse und reichweitenstarken Multiplikatoren ist es einfach Öffentlichkeit.

    Und zu guter Letzt: Die Idee eines allumfassenden Manifests war schon während des Anlasses gestorben. Das Dok (der Entwurf) dient als Diskussionsgrundlage und widerspiegelt die verschiedenen Meinungen. Als solches soll es „in die Webgeschichte“ eingehen und nicht mehr und nicht weniger. https://docs.google.com/document/d/1_yVGuWlC9GBIjR5rwpQBlQ7zTWTq1WhbFQwp_R-YKMk/edit

    1. Eine persönliche Öffentlichkeit ist nicht privat, wie du das suggerierst, sondern eben eine eingeschränkte Öffentlichkeit. Und richtig, Massenmedien sind nicht mehr alleinige Gatekeeper, aber es ist auch nicht so, dass jeder der publizieren kann, auch gleich die breite Öffentlichkeit erreicht. Nehme ich „simpel“ wörtlich (und mit PR doppelst du ja auch etwas nach ;-), dann erreicht ein solches Event keine Reichweite, genauso wenig ein simpler Blogpost oder ein simples Video. Will heissen: Damit sich ein Thema entwickelt braucht es einiges: Es regiert der Zufall (zur richtigen Zeit am richtigen Ort). Mit dabei sind Influencer, die das Thema in einen grösseren und teils neuen Kreis verbreiten. Und das Thema oder ein Beitrag muss eine hohe Relevanz haben, damit er/es es auch nachhaltig im Gespräch bleibt.
      Und schade eigentlich, dass das Manifest gestorben ist. Zumindest für Unternehmen wäre das nämlich ein Thema, und das schliesst das Verhalten der Blogger mit ein.

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