Digital 2021: Daten, Trends und Erkenntnisse zur Nutzung von Internet, Mobile, Social Media und E-Commerce

Das Jahr 2020 hat uns in Bezug auf die Digitalisierung enorm Schub verliehen, das zeigt auch die neuste Global Digital Overview. Der Digital 2021 Report gibt Einblick in Schlüsseldaten und Trends zur globalen Nutzung des Webs – von Mobile, Internet und Social Media bis hin zu E-Commerce und Digital Marketing. Zudem gibt es auch dieses Jahr je einen eigenen Report für die Schweiz, für Deutschland und für Österreich.

Erarbeitet wurde der 300-seitige Report wieder von are social und Hootsuite in Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern. Damit ist er gegenüber Vorjahr noch umfangreicher ausgefallen. Ich habe für Sie erneut die Rosinen aus dem Kuchen gepickt. Damit Sie die Informationen bei Bedarf vertiefen können, finden Sie in Klammern [ ] jeweils die zugehörige Seitennummer für den direkten Zugriff im Digital 2021 Report.

Haben Sie Zeit? Viel Zeit? Dann können Sie sich hier gleich selber in den Report Digital 2021 einlesen. Der globale Report ist auch am Ende dieses Beitrags als Präsentation eingebettet. Für die Länder wurden eigene Reports erstellt, die Schweiz, Deutschland und Österreich finden Sie weiter unten in diesem Beitrag.

Digital 2021: die Gewinner

2020 haben sich viele Menschen weltweit zum ersten Mal überhaupt mit dem Internet verbunden, um die durch Covid-19 gestellten Herausforderungen zu packen. Gleichzeitig haben unzählige Onliner neue digitale Tools genutzt und alte Favoriten wieder neu entdeckt. Das ist auch der Grund, warum viele der Indikatoren im Global Digital Report in den letzten 12 Monaten ein bemerkenswertes Wachstum verzeichnen.

  • Klar zu den Gewinnern gehören die sozialen Medien mit einer Zunahme der Nutzer von 13 Prozent gegenüber Vorjahr.
  • Nutzer verbringen weltweit mehr Zeit mit ihren Mobiltelefonen als mit dem Fernsehen: Das Smartphone ist damit eindeutig zum „First Screen“ geworden.
  • Wir haben wohl alle selber beobachtet, wie wichtig E-Commerce geworden ist. Der Bereich hat 2020 ein schnelles Wachstum verzeichnet: Mehr als drei Viertel der globalen Internetnutzer geben an, dass sie jeden Monat etwas online kaufen. Online-Shopping wird über die Pandemie hinweg Bestand haben, da sind sich Expertinnen einig.
  • Die Art und Weise, wie Menschen neue Marken entdecken und Kaufentscheidungen treffen, entwickelt sich weiter: Sieben von zehn Internetnutzerinnen begnügen sich bei der Recherche nicht mit den Resultaten von Suchmaschinen, sondern informieren sich weiter über Produkte und Dienstleistungen, die sie kaufen möchten.
  • Auch die Demografie der digitalen Nutzer hat sich weiterentwickelt. Bei Facebook ist die Gruppe der über 65-Jährigen in den letzten 12 Monaten am schnellsten gewachsen.

Ein paar Fakten und Erkenntnisse in Kürze

Die Zahlen im diesjährigen Report sind übrigens nur bedingt mit dem Vorjahr vergleichbar, weil für einige Zahlen die Quellen, und zum Teil auch die Art und Weise der Erhebung, geändert haben. Dies ist auf den jeweiligen Seiten vermerkt. Schauen Sie sich hier die wichtigsten Schlüsselwerte an, die Länder sind gekürzt auf CH = Schweiz, D = Deutschland, A = Österreich.

  • Altersdurchschnitt in Jahren: CH: 43.6, D: 45.8, A: 43.6, tiefstes Durchschnittsalter Nigeria 18.1, höchstes Durchschnittsalter Japan 48.6 [17]
  • Besitz von Geräten in % aller Internetnutzer: Smartphone 96,6 %, Laptop/Desktop 64,4 %, Tablet 34,3 %, Game-Konsole 21,4 %, Smartwatch 23,3 % [20]
  • Medien/Geräte tägliche Nutzung: Internet (mit allen Geräten) weltweit 06:55 Std., A: 05:46 Std., CH: 05:46 Std., D: 05:26 Std., TV-Nutzung 03:24 Std., Social Media 02:25 Std., Presse 02:02 Std., Radio 01:00 Std., Podcasts 00:54 Std. [21]
  • Mobile Geräte tägliche Nutzung des Internets mit: weltweit 03:39 Std., A: 02:24 Std., CH: 02:22 Std., D: 02.14 Std. [35]
  • Computer tägliche Nutzung des Internets: weltweit 03:16 Std., A: 03:22 Std., CH: 03:19 Std., D: 03:13 Std. [21]

Das folgenden drei Grafiken zeigen den Überblick über die weltweite Nutzung des Internets, die mobile Nutzung und die Nutzung von mobilen Apps nach Kategorien (mit > wechseln).

Wofür wird das Internet am meisten genutzt? [48]

  1. Informationen finden: 63,0 %
  2. Mit Freunden und Familie in Verbindung bleiben: 65,3 %
  3. Informiert bleiben über Nachrichten und Veranstaltungen: 55,6 %
  4. Herausfinden, wie man Dinge tut: 51,9 %
  5. Filme, Videos und TV-Shows schauen: 51,7 %

Deutlich anders gelagert sind die Gründe für die Nutzung der sozialen Medien [97]

  1. Informiert bleiben über Nachrichten und Veranstaltungen: 36,5 %
  2. Lustigen und unterhaltsamen Content finden: 35,0 %
  3. Freie Zeit ausfüllen: 34,4 %
  4. In Verbindung bleiben mit dem, was Freunde tun: 33,0 %
  5. Fotos und Videos mit anderen teilen: 27,9 %

Inhalte für soziale Medien müssen also komplett anders gestaltet sein, denn sie sollen in erster Linie unterhalten und anregen, und das bei einer vermutlich sehr kurzen Aufmerksamkeitsspanne (der Goldfisch mit der längeren Aufmerksamkeitsspanne lässt grüssen;-).

Welches Suchverhalten zeigen Internet-Nutzer? Nach Brands suchen weltweit 44,8 %, in unseren Breitengraden ist dieser Anteil deutlich tiefer: CH: 28,4 %, A: 27,8 % und D: 26,2 %.

Spannend ist das Thema Voice, ich habe darum unten die Slides zur Altersverteilung und den Ländervergleich ergänzt. Mehr zum Suchverhalten und zur Nutzung von Voice lesen Sie direkt im Report [55-57].

Nicht alle bewegen sich gleichermassen sicher im Web. Frauen machen sich mehr Sorgen als Männer, vor allem jüngere Internet-Nutzerinnen befürchten mit Fake News behelligt zu werden [70 ff], während ältere Frauen eher Bedenken haben zur Datensicherheit, also dazu, wie Unternehmen ihre persönlichen Daten online nutzen [72 ff].

Der Blick in die Länder

Digital 2021 Schweiz

Der Report für die Schweiz steigt auf Folie 16 ein, ich habe für Sie eine Auswahl zusammengestellt. Die folgenden Nummerierungen beziehen sich auf diesen Report, der am Ende dieses Abschnitts verlinkt ist und sind darum mit CH bezeichnet [CH 16].

  • Mit einer Durchdringung von 81,8 % ist der Anteil der Social Media-Nutzer in der Schweiz verhältnismässig hoch. Folgt dieser Report der Logik des globalen Reports, dann sind Messenger in diesen Werten mitgerechnet [CH 17]. Beachtlich ist die Zunahme innerhalb eines Jahres um + 13,3 % [CH 18].
  • 96,4 % besitzen ein mobiles Telefon, davon sind 96 % Smartphones, 87 % haben einen Laptop, 52,9 % ein Tablet. Jede vierte Person in der Schweiz nutzt eine Smartwatch (25,4 %) [CH 21].
  • Sehr hohe 89,8 % nutzen das Internet mit einem mobilen Gerät [CH 24], wo sie durchschnittlich 2:22 Std. pro Tag verbringen [CH 26], die tägliche Gesamtnutzung über alle Geräte gesehen beträgt 5:40 Std. [CH 24]. Somit ist auch in der Schweiz das Smartphone zum First Screen geworden.
  • 54,7 % des Web-Traffics entfallen auf Laptop und Desktop, 41,4 % auf das Smartphone. Damit haben die mobilen Geräte mit + 8,8 % gegenüber Vorjahr die Computer (- 3,3 %) eingeholt [CH 28].
  • Bezogen auf den Traffic stehen Domains von Tech-Giganten sowie Wikipedia auf den ersten fünf Rängen. Erst auf den Plätzen 6 und 7, sowie 9 und 10 folgen Schweizer Unternehmen: 20Min.ch, blick.ch, SRF.ch und bluewin.ch. Schweizer Online-Shops erscheinen auf Rang 17 mit ricardo.ch und 20 mit digitec.ch. Amazon.de rangiert auf Rang 15 [CH 30].
  • 20,9 % nutzen die Sprachsuche und 14, 2 % Bilderkennung für die Recherche. Für 28,4 % sind Social Media eine Hauptquelle für die Suche nach Brands [CH 36].
  • 26,1 % hören oder schauen Podcasts, 23,4 % schauen Vlogs [CH 37].
  • Im Vergleich zum Rest der Welt ist bei den mobilen Betriebssystemen der Anteil der Apple IOS-Nutzer mit 54,7 % vs. 45,0 % Android sehr hoch [CH 63].
  • Bei den Mobile-Apps folgen mit Blick auf die Nutzung nach WhatsApp die App der SBB und Meteoswiss. Die SwissCovid-App hat es auf Platz 10 geschafft, direkt hinter der Migros-Shopping-App [CH 67].
  • 35,5 % haben schon via Smartphone eingekauft, 52,6 % nutzen eine Shopping-App [CH 72]. Die Altersverteilung ist ausgewogen [CH 73]. Zugelegt haben fast alle Segmente; einzig Reise, Mobilität und Unterkünfte haben 2021 coronabedingt mit -45,5 % schmerzhaft Federn gelassen [CH 75].
  • Preisvergleichs-Websites spielen für die Marken-Recherche eine beachtliche Rolle 34,0 % nutzen sie und lassen damit Soziale Netzwerke (28,4 %) hinter sich. 19,9 % nutzen Discount Voucher Websites [CH 84].

Digital in Switzerland: All the Statistics You Need in 2021 — DataReportal – Global Digital Insights

Digital 2021 Deutschland

Der Report für Deutschland steigt auf Folie 16 ein. Die folgenden Nummerierungen beziehen sich auf diesen Report und sind darum mit DE bezeichnet [DE 16]. Welche Informationen finden Sie in diesem Report?

  • Informationen zur Bevölkerung [DE 17 ff]
  • Internet-Nutzung [DE 23 ff]
  • Nutzung von Social Media [DE 43 ff]
  • Mobile Nutzung [DE 61 ff]
  • E-Commerce Nutzung [DE 71 ff]
  • Digital Marketing [DE 83 ff]
  • Weitere Informationen und Datenquellen [DE 89 ff]

Digital in Germany: All the Statistics You Need in 2021 — DataReportal – Global Digital Insights

Digital 2021 Österreich

Der Report für Österreich steigt auf Folie 16 ein. Die folgenden Nummerierungen beziehen sich auf diesen Report und sind darum mit A bezeichnet [A 16]. Was finden Sie in diesem Report wo?

  • Informationen zur Bevölkerung [A 17 ff]
  • Internet-Nutzung [A 23 ff]
  • Nutzung von Social Media [A 43 ff]
  • Mobile Nutzung [A 60 ff]
  • E-Commerce Nutzung [A 70 ff]
  • Digital Marketing [A 81 ff]
  • Weitere Informationen und Datenquellen [A 88 ff]

Digital in Austria: All the Statistics You Need in 2021 — DataReportal – Global Digital Insights

Weltweite mobile Nutzung

5,2 Milliarden Menschen weltweit nutzen ein mobiles Telefon oder Smartphone, teils mit mehreren Anschlüssen. Das hat zur Folge, dass die Gesamtabdeckung 102,4 % beträgt. Dass User gleich mehrere Anschlüsse haben, ist insbesondere in Hongkong, den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Südafrika ein Thema. Fast 3/4, nämlich 71,9 % der mobilen Verbindungen, sind Prepaid [197], praktisch alle User in Ghana, Kenia und Indonesien nutzen Prepaid (alle über 97 %), in Japan sind solche Abos mit 1,1 % eine Seltenheit. Und noch ein Blick auf den Anteil Prepaid in den D-A-CH-Ländern: D: 40,2 %, A: 28,2 %, CH: 24,7 % [202].

Breitband, also die Abdeckung von 3G-5G, gibt es für 81,7 % der mobilen Nutzerinnen [197]. In Australien, Hongkong und Taiwan ist dies mit einer Abdeckung von 100 % eine Selbstverständlichkeit. Die Schweiz kommt auf 99,6 %, Österreich auf 97,7 % und Deutschland auf 89,8 % [199].

Smartphones werden offenbar regelmässig zum Scannen von Strichcodes oder zur Nutzung von QR-Codes verwendet: In der Schweiz haben 54,2 % der Nutzer im letzten Monat einen (QR-)Code auf ihrem mobilen Gerät genutzt oder gescannt, 47,7 % waren es in Österreich und 41,0 % in Deutschland [214]. Dabei spielt das Alter offenbar keine Rolle, die Nutzung ist gleichmässig über alle Altersgruppen verteilt, wobei die Männer um wenige Prozentpunkte überwiegen [215].

Wer sich für E-Commerce interessiert: Dazu gibt es im Digital 2021 Report umfassende Auswertungen ab Folie [223 bis 262]. Besonderes Gewicht liegt auf mobilen Bezahlmethoden.

Auswertungen zu Digital Marketing gibt es ab Folie [264]. Für Menschen, die sich zu Marken und Angeboten informieren wollen, sind Suchmaschinen weiterhin die erste Wahl. 53,1 % nutzen sie als Startpunkt, gefolgt von beachtlichen 44,8 % der Suchen, die auf Social Media starten. 39,3 % machen Kundenbewertungen aus. Produkte- und Markenblogs bringen es immerhin auf 21,2 % [267]. Und unterschätzen Sie die Rolle Ihres Webauftritts nicht: 50,4 % haben für die Recherche schon die Website einer Marke oder eines Unternehmens aufgesucht [269].

Social Media und soziale Netzwerke

In diesem Report fallen auch die Messenger unter Social Media: mit 98,8 % werden diese vor allem über das Smartphone konsumiert, und zwar mit Abstand am meisten in West- und Nord-Europa [81]. Im Schnitt haben die User 8.1 Accounts [89]. 40,4 % nutzen Social Media für die Arbeit, und zwar über alle Altersgruppen verteilt [101]. Facebook bleibt die weltweit meistgenutzte Plattform [93].

Die folgenden Grafiken zeigen Ihnen die meistgenutzten Plattformen, die weltweite Nutzung von Social Media und die Altersverteilung.

Facebook

Der typische Facebook-Nutzer ist Androide: gut 80 % kommen über das Google-Betriebssystem [113]. Gerade mal 1,5 % aller Facebook-Nutzer sind deutschsprachig [114]. Nach Englisch (50,4 %) ist Spanisch mit 15,6 % die zweitgrösste Sprach-Community, gefolgt von Hindi (8,2 %). Die drei Städte mit den meisten aktiven Usern sind Dhaka, Mumbai und Delhi, keine europäische Stadt schafft es unter die ersten 10 [115].

Die folgenden drei Slides geben einen guten Einblick, wie mit unterschiedlichen Formaten und Beitrags-Typen interagiert wird. Die vierte Folie zeigt Ihnen die Interaktion mit Facebook Pages.

Hätten Sie übrigens gedacht, dass beim Facebook Messenger das Publikum überwiegend männlich und 25 bis 34 Jahre alt ist? Details finden Sie auf der letzten Folie.

Instagram

Bei Instagram halten sich Frauen und Männer die Waage [129]. Interessant ist es zu vergleichen, welche Altersgruppen auf Instagram sind [130] und wer tatsächlich erreicht wird [131]. Die grösste Gruppe bewegt sich zwischen 18 und 34 Jahren, tatsächlich erreichbar sind jedoch die 13- bis 17-jährigen und ein Publikum ab 55 Jahren aufwärts.

In der Folge bekommen Sie Einblick in die Benchmarks der Instagram Business Accounts mit Blick auf Beitragsfrequenzen, Formate und Engagement sowie eine Liste der Accounts, die auf Instagram die grösste Popularität erreicht haben.

#Love ist übrigens Hashtag #1 auf Instagram, gefolgt von #Instagood und #Fashion. Na, das sagt ja schon einiges über die Schwerpunkte in diesem Netzwerk.

YouTube

70 % aller Filme, Videos und Shows werden auf mobilen Geräten geschaut. Mit 54,2 % hat YouTube eine leicht männliche Ausprägung bei den Nutzern, das Publikum ist eher jung mit einem Gewicht auf den 25 bis 35-Jährigen. [142]. In Bezug auf die Erreichbarkeit belegt Deutschland den 8. Platz [143].

Auf der letzten Folie finden Sie eine Liste mit den Filmen mit den meisten Views ever [146]. Ich habe mal den Ersten ausprobiert, den Baby Shark Dance, und bin dann sogleich wieder zum Schreiben hierhin zurückgekehrt ;-).

LinkedIn

Mit weltweit 272 Mio. Nutzern ist LinkedIn, verglichen mit den anderen Giganten, fast schon wieder familiär. Geprägt wird es von 25- bis 34-jährigen Männern. [155] Im Länder-Ranking schafft es Deutschland auf den 12. Platz und ist damit gleichauf mit Australien. Weiter vorne zu finden sind europäische Länder wie Frankreich (6), Italien (10) und Spanien (11) [156].

Verglichen mit der Bevölkerung können Werbetreibende in der Schweiz 44,9 % der Mitglieder erreichen, in Österreich sind es 21,5 % und in Deutschland 17,2 %.

Twitter

Mir war bis heute nicht bewusst, dass Twitter ein überwiegend männliches Netzwerk ist, gerade mal ein Drittel sind Frauen [167]. Twitter ist auch etwas älter, mit den meisten Nutzerinnen zwischen 35 und 49 Jahren. [168]. Auf den ersten 20 Plätzen finden sich gerade mal zwei europäische Länder. Frankreich (10) und Deutschland (15). In der Schweiz können – im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung – 9,9 % der Mitglieder erreicht werden, das scheint mir viel [170].

Für Donald Trump muss es bitter sein zu sehen, dass sein Vorgänger Barack Obama den Spitzenplatz bei den beliebtesten Accounts verteidigt hat, selber hat er es (zuletzt) auf den 6. Platz geschafft. Aber auch das ist jetzt Geschichte.

Weitere Plattformen

Im Digital 2021 Report sind auch Zahlen zu diesen Plattformen enthalten:

  • Snapchat [159]
  • Pinterest [174]
  • WhatsApp [179]
  • WeChat [180]
  • Tiktok [181]
  • Sina Weibo [182]
  • Reddit [183]
  • Telegram [184]
  • Quora [185]

Trends 2021

Die Trends für 2021 sind über den ganzen dreihundertseitigen Bericht verteilt. Für Sie habe ich sie hier zusammengefasst. Zur Erinnerung; in [Klammer] steht die Nummer der Folie.

Internet Trends

Entwicklungen, die unser Online-Verhalten beeinflussen [77]:

  • Synthetische Medien: Dieser Begriff, umschreibt alle Arten von Medien, die durch künstliche Produktion oder Veränderung entstanden sind. Dazu gehören zum Beispiel virtuelle Influencer, Deepfakes und alterungslose Schauspieler in Filmen wie The Irishman. Marken werden diese erschwinglichen Technologien für synthetische Medien nutzen, um immersive digitale Markenerlebnisse zu schaffen.
  • Praktische Unterstützung (Practical Advocacy): Marken werden dieses Jahr auch den Wandel nutzen, um andere zu fördern, wo sie es können, und sich selbst zu qualifizieren, wo sie es müssen.
  • Virtuelle Lifestyles: Sie schaffen virtuelle Produktlinien für Zielgruppen, welche die Kluft zwischen ihrer Offline- und Online-Persönlichkeit überbrücken sollen.

Social Trends

Veränderungen im Verhalten und der Interaktion von Menschen in sozialen Netzwerken [102]:

  • Kreativität dank Open-Source: Marken werden neue Tools und Formate nutzen, um die Kreativität und Mitwirkung ihrer Social Media-Follower zu fördern.
  • Vertrauenswürdige Vorbilder: Zudem werden sie differenzierter darauf achten müssen, mit wem sie zusammenarbeiten und warum.
  • Digitale Spielplätze: Im Jahr 2021 werden Marken versuchen Communities und digitale Markenerlebnisse aufzubauen, die vollständig aus Spielen bestehen.

Zur Vertiefung empfehle ich auch die Perspektiven von Hootsuite, zum Beispiel diese Feststellung: Viele Marken mischen sich in sozialen Netzwerken zu früh in Gespräche ein und vergeben sich damit eine Chance. Die Klugen werden diejenigen sein, die sich zurücklehnen, zuhören und dann kreative Wege finden, sich in soziale Unterhaltungen einzubringen, anstatt zu versuchen sie zu steuern [103].

Mehr dazu gibt es auch in einem zusätzlichen Report bei Hootsuite.

Apps & Mobile Trends

Veränderungen in der Art und Weise, wie wir unsere Telefone nutzen [222]:

  • Durch die Linse: Marken werden die immer ausgeklügelteren Funktionen von Apps mit maschinellem Lernen und Bilderkennung nutzen, um den Zielgruppen zu helfen, die Welt um sie herum besser zu verstehen, zu erforschen und zu nutzen.
  • Mobile Medizin: Im Zuge der Pandemie hat der Wunsch nach einer leicht erreichbaren, praktischen und kontaktlosen medizinischen Versorgung die Attraktivität der mobilen Gesundheitsversorgung (Telemedizin) erhöht. Von Marken wird erwartet, dass sie den Menschen dabei helfen, sich immer besser über ihre (mobilen) Bildschirme um ihre Gesundheit zu kümmern.
  • Gesunde Nutzung der Geräte: In Zukunft werden die Menschen erwarten, dass Apps und Geräte einen noch offensiveren Ansatz für die Gesundheit der Nutzer verfolgen, analog der beliebten Screen-Time-Funktion von Apple.

Digital Commerce Trends

Was wir 2021 vom Digitalen Handel erwarten können [261 und 262]:

  • Go live: 49 % der Online-Shopper werden Produkte direkt von Live-Videos kaufen, in denen Marken, Prominente oder Influencer, denen sie folgen, neue Produkte vorstellen. Livestreaming auf sozialen Plattformen ist bereits in Chinas boomender E-Commerce-Branche populär.
  • Fokus auf 1:1-Kundenbetreuung: Drei von vier Internetnutzerinnen sagen, dass ein schlechter Kundenservice ihre Kaufentscheidung negativ beeinflusst, mehr als schlechte Presse oder eine schlechte Umweltbilanz. Kunden wünschen sich eine schnelle, freundliche und persönliche Beratung, während sie online einkaufen – genau das, wofür soziale Medien geschaffen wurden.
  • Zusätzlichen Umsatz ankurbeln: Online-Shopping ist in der Regel eine sehr zielgerichtete Aktivität, die viel Spass und Entdeckung aus dem Kaufprozess nimmt. Von Marken wird erwartet, dass sie das digitale Kundenerlebnis aufwerten. Instagram Live oder Pinterest eignen sich zum Beispiel, um weniger bekannte Produkte vorzustellen oder zu jenen Impulskäufen zu inspirieren, welche die Kunden normalerweise in letzter Minute im Laden getätigt hätten.

Digital Advertising Trends

Zwei Trends treiben die Veränderungen im Digital Advertising 2021, erhoben hat sie Hootsuite [282]:

  • Social Advertising erfährt einen Schub: Angesichts der beeindruckenden Reichweite und der präzisen Targeting-Möglichkeiten ist es keine Überraschung, dass die Budgets für Social Ads im Jahr 2021 steigen werden. 60 % der Unternehmen, die Social Ads einsetzen, wollen 2021 mehr dafür ausgeben.
  • Alle Augen auf Instagram: Mehr als 60 % der Unternehmen planen, ihre Investitionen in Instagram im Jahr 2021 zu erhöhen. Mit einer breiten Demografie, neuen Social-Commerce-Funktionen sowie Möglichkeiten für Marken-Storytelling und Lead-Generierung in Stories, bietet Instagram weiterhin einen hohen Wert für Marken, die ein Gleichgewicht zwischen Marken- und Performance-Marketing suchen.

Hunde behalten die Schnauze vorn

Was sind Sie: ein Hunde-Fan oder eine Katzen-Freundin? Beide haben auf Instagram viel Aufmerksamkeit erhalten.

Beiträge mit #Dog haben gegenüber Vorjahr um 44 Mio. zugelegt, #Cat Content um 33 Mio. Damit haben die Hunde weiterhin die Schnauze vorn, auch bei der Indexierung in der Google-Suche – hier haben Katzen gegenüber Vorjahr sogar 7 Punkte eingebüsst. Dies ein kleiner Fun Fact, der mich schon in Digital 2020 zum Schmunzeln gebracht hat.

Der Report Digital 2021 auf Slideshare

 
Die Partner, welche Daten zum Report beigetragen haben, werden ab der Folie 286 vorgestellt.
 

Ihre Meinung zum Thema

Die erforderlichen Felder sind mit * markiert. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

© 2021 mcschindler.com
Beratung und Fachblog zu Online-PR und strategischer Kommunikation

Neuste Beiträge in Ihre Mailbox

Verpassen Sie nichts mehr zu PR im Social Web, Online-PR und digitaler Kommunikation. Abonnieren Sie die Beiträge jetzt als Newsletter.