Blogparade? Blogstöckchen? Nennen wir es doch einfach eine prima Art der Vernetzung.

Stoeckchen SchweizImmer wieder rufen Blogger andere dazu auf, sich in eine Parade einzureihen und bis zu einem festgelegten Zeitpunkt zu einem Thema einen eigenen, frei gestalteten Blogbeitrag zu schreiben. So etwas nennt man Blogparade. Ich habe bereits dreimal mitgemacht (Rettung der Blogroll, Lieblings-Apps, Facebook-Profil oder Seite?),  das kann ich also, Zeit für etwas Neues.

In letzter Zeit ist mir immer wieder aufgefallen, dass Blogstöckchen kreuz und quer durchs Web geworfen werden. Diese Woche ist jenes von Christine Heller (aka @punktefrau) bei mir gelandet und dank Wibke Ladwig (aka @sinnunverstand) weiss ich auch, was das ist: „Das Stöckchen besteht aus vorgegebenen Fragen und ohne Deadline. Jemand beantwortet diese Fragen in seinem Blog und wirft das Stöckchen am Ende an jemand anderen (oder an mehrere) weiter.“  Alles klar? Dann lege ich mal mit den Fragen der Punktefrau los:

Wer ist dein Vorbild – innerhalb und ausserhalb des Social Web?

Meine ersten und auch viele spätere Online-Schritte hat Marcel Bernet geprägt. Schon 1995 hat er bei meinem damaligen Arbeitgeber, dem Schweizerischen Public Relations Institut SPRI, den allerersten Webauftritt initiiert und umgesetzt. (So sah die Seite übrigens am 16. Oktober 1997 aus.) Er war für mich von jeher jemand, der die Nase im Wind hat, PR-Trends aufspürt und auch bereit ist, unkonventionelle Weg zu gehen.

Ein anderes Vorbild ist für mich Abt Martin Werlen vom Kloster Einsiedeln, der es schafft, soziale Medien gezielt zu nutzen ohne sie auszunutzen.  Er hört online zu, nimmt auch die kleinen Signale auf und sucht und fördert den persönlichen Austausch auch ausserhalb der sozialen Medien in der persönlichen Begegnung.

Über welche Meldung hast du dich 2013 besonders geärgert?

Über diese Frage habe ich lange nachgedacht, ohne dass mir etwas Passendes eingefallen ist. Ärger ist ein grosses Wort und es kommt bei mir wirklich selten vor, dass ich mich ärgere. Wenn es mal geschieht, dann geht es um Menschen, die mir persönlich viel bedeuten. Selbst wenn mir also etwas einfallen würde, fände das hier keinen Platz, weil das meine/unsere Privatsache ist.

Über welche Meldung hast du dich 2013 besonders gefreut?

Ach da gab es Viele. Ganz aktuell wohl sicher, dass mein Co-Autor Tapio Liller, unser Verlag O’Reilly und ich beschlossen haben, für Frühjahr 2014 die dritte Auflage von PR im Social Web in Angriff zu nehmen.

Wie würdest du folgenden Satz beenden? „Ich blogge, weil …“

… 140 Zeichen auf Twitter für komplexere Zusammenhänge dann doch nicht ausreichen, das war damals auch der Grund, dass ich zu bloggen begann. Mein Blog gibt mir die Möglichkeit, mich auf meine Weise mit Erkenntnissen und Entwicklungen rund um PR im Social Web auseinander zu setzen, diese aufzubereiten und zu diskutieren. Hier bin ich zu Hause und geniesse die Freiheit, zu gestalten wie ich will: „My Blog is my Castle.“

Wie lautet der Titel deines ersten Blogbeitrags?

Den ersten Beitrag habe ich am 25. November 2009 publiziert zum Thema Twitter: Sollen Corporate Accounts followen? Um diese Frage zu erheben, habe ich damals mit twtpoll eine Umfrage gemacht gemacht, die noch immer online ist. Das erinnert mich daran, dass ich früher öfter mal mit twtpoll gearbeitet habe, das sollte ich demnächst wieder tun, denn die Anwendung ist denkbar einfach und effizient zu nutzen.

Welches ist dein persönliches Social Media Setup, mit dem du tagtäglich arbeitest?

Ich bin praktisch jeden Tag für Monitoring und Weiterbildung bei Feedly, entweder im Browser oder mit der App auf Tablet oder Smartphone. Den Entwicklern dieses RSS-Readers bin ich übrigens jeden Tag dankbar, dass sie so engagiert in die Bresche gesprungen sind, als Google seinen Reader dicht gemacht hat. Quasi im Hintergrund, aber immer mit dabei, ist der Bookmarking-Dienst Diigo. Und natürlich nutze ich tagsüber alle möglichen Android:Apps: twicca für Twitter, den Facebook-Seitenmanager und Google+. Eine ganz neue Entdeckung ist SumAll, das mir einen täglichen Alert zur Performance all meiner wichtigsten Kanäle gibt.

Welche drei Accounts hast du auf Twitter als erstes abonniert?

1. Marcel Bernet @marcelbernet
2. Peter Hogenkamp @phogenkamp
3. Alex Wunschel @podpimp

Das war Ende April 2009 und was bemerkenswert ist: Sie sind alle drei noch aktiv bei Twitter dabei und ich folge ihnen heute noch gerne, weil sie für mich unverändert wichtig geblieben sind.

Wie sieht die Hülle deines Smartphones aus?

Schwarz, mit matter und griffiger Hartschale und Löchern an den richtigen Stellen. Eigentlich bedaure ich es, ein so schönes Gerät wie das HTC One überhaupt in eine Hülle stecken zu müssen.

Warst du schon einmal Online-müde?

Müde nicht, aber hin und wieder mal gesättigt. Gegen so etwas hilft dann jeweils eine Diät. Das geht ganz gut, wenn ich bei meinem Phone alles, was es smart macht, deaktiviere. Diese Art von Abschalten geniesse ich immer öfter ganz bewusst.

Welche Session würdest du gerne nächstes Jahr auf der re:publica sehen?

Sprecher vom Kaliber eines Gunter Dueck, einer Miriam Meckel aber auch Lorenz Lorenz-Meyer höre ich gerne. Also Menschen, denen es gelingt, wissenschaftliche Erkenntnisse auf nachvollziehbare Weise mit der Praxis zu verbinden. Also warum für 2014 nicht mal Thomas PleilAnsgar Zerfass oder Jan-Hinrik Schmidt?

Jetzt geht’s weiter!

So, dann binde ich jetzt eine Schweizer-Fahne an mein Stöckchen, oder Stäckli, wie wir hier sagen, und werfe es mit einem herzhaften Jodel (oder auch ohne) weiter an diese Blogger in der Schweiz:

  1. Bettina Werren (Frau_W)
  2. Konrad Weber
  3. Mona Sorcelli (MonaH)
  4. Tom Brühwiler (Bloggingtom)
  5. Bernadette Bisculm
  6. Daniel Jörg
  7. Adrienne Fichter
  8. David Blum
  9. Simon Künzler
  10. Karin Friedli
  1. Welche fünf Keywords treffen auf dich zu?
  2. Wenn morgen das Internet abgestellt wird, dann bedeutet das für mich persönlich, …
  3. Dein Gegenüber rechnet dir vor, wie lange es noch bis zur Pensionierung dauert, damit es sich mit diesem Social-Media-Hype nicht mehr beschäftigen muss. Was sagst du?
  4. Wie bleibst du über das, was die Welt bewegt, auf dem Laufenden?
  5. Welches ist das bisher beste Social Media Event, an dem du teilgenommen hast?
  6. Wie findet ein Newbie Anschluss an die Schweizer Online-Szene?
  7. Welches sind deine drei Lieblings-Apps?
  8. Wir basteln und ein Social-Media-Bullshit-Bingo. Welche fünf Begriffe dürfen auf keinen Fall fehlen?

Danke euch allen jetzt schon, die ihr mitmacht.

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13 Kommentare zu “Blogparade? Blogstöckchen? Nennen wir es doch einfach eine prima Art der Vernetzung.

  1. Yay, danke. Witzig: gerade letzte Woche machte ich mir Gedanke darüber, was aus diesen Blogstöckchen geworden ist. Und schon bekomme ich eins zugeworfen. Das kann kein Zufall sein. Danke, Post folgt bald!

  2. Danke, David. Ich freue mich drauf!
    Auf die Frage, mit wem ich mich innerhalb von wenigen Minuten auf den meisten Plattformen verbunden habe, wäre die Antwort klar: Peter Hogenkamp. Lange her, dieses frühmorgendliches Power-Connecting :-)

  3. (-; danke marie-christine, tja das waren noch steinzeiten – das spri als eine der ersten schulen im web. und das jobportal, noch vor jobs. einen erfreuten diener gönne ich auch peter, schön, dass wir webpioniere die gipfeliszene morgendlich wachrütteln. und bald werfe ich einen bumerang in australien, ganz ohne postings und häschtägs.

  1. Zitiert bei: David Blum
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