Social Media Report 2016: Was im Online Marketing für 2017 wichtig wird

Social Media Report 2016 BufferDer Online-Dienst Buffer hat 1’200 Personen befragt, wie sie im Marketing Social Media heute und 2017 nutzen. Die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Social Media Report 2016 The State of Social habe ich in diesem Beitrag zusammengefasst.

Drei Erkenntnisse prägen auch die Kommunikation 2017:

1. Video rocks

Dass Video das Mittel der Wahl ist bestätigen zwar alle Befragten, aber die meisten tun sich schwer mit der Produktion von Beiträgen. Zu wenig Zeit und zu hohe Kosten sind die Argumente. 30 % der Befragten wollen dem abhelfen und 2017 YouTube für ihre Aktivitäten besser nutzen. Das hat dann auch einen Haken: Je populärer Videos werden und je grösser das Angebot, desto schwieriger wird es sein, überhaupt wahrgenommen zu werden.

Ich bin der Meinung, dass kreativer Snack Content 2017 Hochkonjunktur haben wird. Das bedeutet kurze, knackige Filmbeiträge, die den User von der ersten Sekunde an fesseln. Dieses Thema prägen in meiner Wahrnehmung derzeit Josef F. Baldus aus Köln und Frau W aus Zürich. Eine nähere Beschäftigung mit kurzem Video-Content, den User schnell erfassen und leicht teilen können, lohnt sich. Welche Inhalte eignen sich? Welche Rolle spielt Snack Content im Gesamt-Mix? Diese Fragen gilt es für 2017 zu klären.

Und warum werden nicht schon heute mehr Videos produziert? Für 72 % ist der Hauptgrund Zeitmangel. Aber es gibt auch andere Hemmnisse: 41 % finden Videos teuer, 30 % fehlt das Know-how und 30 % die Ideen für Videos.

2. Facebook lebt

Wir kennen die Diskussion um den Exodus aus Facebook. Für Unternehmen wird es aber auch immer schwieriger, organisch Interaktion und Reichweite zu erzielen. Doch wer denkt, dass Marketer dem sozialen Netzwerk den Rücken kehren irrt. 93 % der Umfrageteilnehmer sind noch dabei und 91 % nutzen Werbeanzeigen und gesponserte Posts. Gratuliere, Mark Zuckerberg, diese Rechnung ist aufgegangen. Obschon die organische Reichweite weiter versackt nutzen 72 % Facebook gleich wie bisher oder haben ihr Engagement gar noch verstärkt. Dass hier nur die Besten wirklich wahrgenommen werden, oder jene die auch mit Geld in Sichtbarkeit investieren können, liegt auf der Hand. Buffer hat zur Inspiration eine Liste mit den 28 besten Marketing-Kampagnen von 2016 aufbereitet.

3. Customer Support hat Aufholbedarf

Nur gerade jeder fünfte Marketer hat Customer Support in den Sozialen Medien auf dem Radar. Für Buffer eine Überraschung und verpasste Chance zugleich. Immer mehr Kunden suchen auch auf sozialen Kanälen Unterstützung. Für Unternehmen bietet sich eine hervorragende Chance, sich von der Konkurrenz abzuheben, solange dieses Feld noch nicht voll besetzt ist.

Die Plattformen bleiben nicht untätig. Twitter bereitet sich nach eigenen Angaben darauf vor, mehr Funktionen für den Customer Support zu generieren. Aber auch Facebook hat seine Funktionen, namentlich im Messenger, in diese Richtung ausgebaut. Eine besondere Rolle dürften kommendes Jahr Service-Bots spielen. Intelligent aufbereitet bieten sie allen Beteiligten einen echten Mehrwert. Die Infrastruktur für den Customer Support, genau da wo die Leute sind, ist schon mal geschaffen. Was folgen muss sind die Prozesse im Unternehmen.

Motivation und Herausforderungen

Der Social Media Report 2016 gibt auch Antworten zu den Gründen, warum Unternehmen weiterhin auf Social Media setzen:

  1. Bekanntheit der Marke
  2. stärkere Bindung zur Community
  3. Verbreitung von Content

sind die drei Hauptmotive für die Nutzung von sozialen Medien (Abbildung 1).

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Hauptgründe für die Nutzung von Social Media (Abb. 1)

Doch die Unternehmen stehen auch vor Herausforderungen (Abbildung 2). Fast 60 % möchten primär die Kunden aus der Filter-Bubble in den sozialen Medien auf die eigene Website holen. Jeder zweite Befragte will 2017 mehr Leads generieren. Und 42 % beschäftigen sich damit, wie der ROI definiert und der Erfolg gemessen werden kann.

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Grösste Herausforderungen von Social Media (Abb. 2)

Das wird 2017 wichtig

Was setzen Marketingleute gemäss Social Media Report 2016 für kommendes Jahr auf ihre To Do-Liste?

  1. Facebook bleibt bei der Nutzung die Nummer eins mit 93 % der Nennungen, gefolgt von Twitter (88 %), Linkedin (65 %), Instagram (63 %) und YouTube (56 %).
  2. Google+ wird so langsam aber sicher fallen gelassen. Aber auch jeder Fünfte gibt an, in den kommenden 12 Monaten weniger in Twitter zu investieren.
  3. Facebook Video ist eine der Prioritäten für 2017, jeder Dritte will hier mehr investieren. Aber auch YouTube kommt nicht zu kurz, 28 % stecken Energie in den Video-Kanal von Google, 26 % widmen sich Instagram und 22 % Snapchat.
  4.  Bezahlte Kommunikation bleibt insbesondere auf Facebook ein Thema (91 %) und das soll sich auch nächstes Jahr nicht ändern. Ungefähr je ein Drittel investiert zusätzlich bei Twitter (34 %) und Instagram (27 %). Jeder Vierte lässt auch bei Linkedin Geld liegen.
  5. Mehr Content steht bei allen auf der Agenda und wären Ressourcen kein Thema, würden 83 % mehr Videos produzieren. Weiter würden produziert: Blogbeiträge (57 %), Live Videos (42 %), Bilder (41 %), Podcasts (35 %) und GIFs (25 %).
  6. Live Videos haben noch Luft nach oben, lediglich 27 % haben dieses Jahr bereits damit gearbeitet. Kanal der Wahl war Facebook (73 %), 44 % haben Periscope genutzt, 20 % YouTube.
  7. Snapchat und Instagram-Stories fristen noch ein Schattendasein, 71 % haben dieses Jahr keine Storys produziert. 16 % haben dies auf Instagram getan, 10 % auf beiden Kanälen und lediglich 2 % auf Snapchat. Für 2017 sieht es namentlich für Snapchat nicht wirklich gut aus: 37 % bleiben den beiden Netzwerken fern, 34 % planen ausschliesslich Instagram zu nutzen.
  8. Social Media ist noch ein Nebenjob, bei 80 % der Befragten sind sie in Teil ihres Jobs, ein Befund, der mich überrascht hat. Buffer macht aber eine zunehmende Vermischung von Social Media und Brand Communication aus. Was tun die Befragten neben Social Media? 84 % machen Content-Marketing, 68 % E-Mail-Marketing und 62 % kombinieren Social Media mit Community Management.

Buffer hat den Social Media Report 2016 geöffnet und gibt mit einen Google Spreadsheet den Zugang zu allen Daten.

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